Idealo und Google Shopping sind in Deutschland die beiden Orte, an denen Käufer dasselbe Produkt bei vielen Händlern nebeneinander sehen. Ein Angebot steht dort immer in einer Liste mit den Mitbewerbern. Ob ein Käufer das Angebot anklickt, entscheiden vor allem drei Dinge: der Gesamtpreis aus Artikelpreis und Versand, die Position in der Liste und die Lieferzeit.
Beide Plattformen beziehen ihre Preise aus dem Feed des Händlers. Der angezeigte Preis ist also der, den der Händler zuletzt übermittelt hat, und die Versandkosten gehören in beiden Fällen in den Feed. Ein neuer Preis wirkt erst, wenn die Plattform den nächsten Feed eingelesen hat.
Idealo sortiert die Angebote zunächst nach dem Artikelpreis. Wer genauer vergleicht, schaltet auf den Preis einschließlich Versand um, und spätestens vor dem Kauf sieht jeder Käufer, was er am Ende bezahlt. Ein Artikelpreis von 49,90 Euro mit 4,90 Euro Versand ergibt 54,80 Euro. Ein Mitbewerber mit 52,90 Euro und kostenlosem Versand liegt beim Artikelpreis hinter Ihnen, beim Gesamtpreis aber um 1,90 Euro vorne. In der Standardsortierung stehen Sie auf Platz 1, für jeden Käufer, der nach Gesamtpreis sortiert, auf Platz 2. Planen Sie deshalb für beide Sortierungen.
Für die Preisplanung heißt das:
In der nach Preis sortierten Liste entscheidet manchmal ein Cent über die Position. Die ersten Plätze bekommen die meisten Klicks; auf dem Handy sieht der Käufer ohne zu scrollen nur die ersten Angebote.
Platz 1 ist trotzdem selten das beste Ziel. Um ihn zu halten, muss man jedem Mitbewerber nach unten folgen, und der Abstand zwischen Platz 1 und Platz 2 kostet oft mehr Marge als jeder andere Platz in der Liste. Auf Platz 2 oder 3 steht das Angebot weiter sichtbar oben, ohne diesen Preiskampf. Wichtig ist eine Untergrenze: Liegt der Preis für die gewünschte Position unter dem eigenen Mindestpreis, ist die nächste Position darüber die richtige, nicht ein Verkauf ohne Marge.
Dazu kommt die Richtung nach oben. Fällt der günstigste Mitbewerber weg, weil er ausverkauft ist oder den Artikel aus dem Sortiment nimmt, rutscht man ohne eigenes Zutun auf Platz 1, aber mit einem Preis, der gegen einen Mitbewerber kalkuliert war, den es nicht mehr gibt. Liegt der nächste Mitbewerber vier Euro höher, gehen bei jedem Verkauf knapp vier Euro verloren, bis jemand den Preis anhebt.
Ein Angebot mit zwei Wochen Lieferzeit konkurriert nicht wirklich mit einem, das morgen ankommt, auch wenn es zwei Euro günstiger ist. Idealo zeigt den Lieferstatus direkt neben dem Preis, und viele Käufer filtern danach. Google Shopping zeigt in der Händlerübersicht häufig keine Lieferzeit.
Mitbewerber, die nicht lieferbar sind, sollten deshalb nicht den eigenen Preis bestimmen. Sonst gibt man Marge ab an einen Händler, der den Artikel gar nicht verkaufen kann.
Auf beiden Plattformen stehen unterschiedliche Händler. Manche Shops liefern nur an Idealo, andere nur an Google, einige erscheinen auf Google nur mit Anzeigen. Ein Preis, der auf Idealo auf Platz 2 steht, kann auf Google auf Platz 4 liegen oder auf Platz 1. Dazu kommt, dass Google die Reihenfolge nicht nur nach dem Preis bildet.
Händler müssen deshalb festlegen, wonach sich ihr Preis richtet. Kommt der Großteil der Bestellungen über Idealo, gibt Idealo den Preis vor, und Google übernimmt ihn. Man kann auch alle gefundenen Angebote zählen, egal wo sie stehen; dann ist der Preis überall wettbewerbsfähig, aber auf keiner Plattform genau auf eine Position zugeschnitten. Oder eine feste Liste der Händler, an die man tatsächlich Kunden verliert, bestimmt den Preis, und alle anderen Angebote bleiben außen vor.
Nur eine der beiden Sortierungen ansehen. Mit reinen Artikelpreisen schätzt man die eigene Position bei hohen Versandkosten zu gut ein, mit reinen Gesamtpreisen übersieht man, wo das Angebot in der Standardsortierung steht.
Varianten mitzählen. Auf Google Shopping erscheint zur Suche nach einem Akkuschrauber auch das Set mit zwei Akkus, die Version ohne Akku und das Vorgängermodell. Zählen diese Preise mit, rechnet die Preisplanung gegen Angebote, die gar nicht vergleichbar sind, und der eigene Preis sinkt ohne Grund.
Alte Preise vergleichen. Ein Mitbewerberpreis von letzter Woche sagt wenig über heute. Und der eigene neue Preis wirkt erst, wenn er im Feed steht und die Plattform den Feed eingelesen hat.
Nur den eigenen Platz beobachten. Die eigene Position verrät nicht, warum sie sich verändert hat. Erst die Liste aller Händler mit Preis, Versand und Lieferstatus zeigt, ob ein Mitbewerber eine Aktion fährt, neu hinzugekommen ist oder weggefallen ist.
Der Shop Tracker sucht die Angebote zu Ihren Artikeln auf Idealo und Google Shopping, dazu auf Amazon und in beliebigen Online-Shops, nach einem Zeitplan je Datenquelle, mit einem Preisabruf pro Tag an den gewählten Tagen. Zu jedem Angebot speichert er den Händler, den Preis, die Versandkosten, soweit die Plattform sie anzeigt, die Lieferbarkeit und den Zeitpunkt des Abrufs.
Angebote werden über GTIN/EAN und Herstellernummer erkannt; bei Datenquellen wie Google Shopping, die zu einem Artikel auch Varianten und ähnliche Produkte liefern, prüft ein mehrstufiges Verfahren mit Hilfe von KI und Bildvergleich jeden unklaren Treffer für ein bestmögliches Matching.
Für jeden Artikel zeigt der Shop Tracker deshalb den günstigsten Preis und den günstigsten Gesamtpreis mit dem jeweiligen Anbieter, Ihre Position und den Abstand zum günstigsten Angebot, jeweils nach Preis und nach Gesamtpreis. Die Artikelliste lässt sich danach filtern, zum Beispiel auf alle Artikel, die beim Gesamtpreis nicht auf Position 1 stehen, und als Excel herunterladen. Ihre eigenen Versandkosten kommen je Artikel aus Ihrer Artikelliste, Spalte Versandkosten.
Die Preisstrategien der Preisoptimierung rechnen auf Wunsch mit Gesamtpreisen: Mitbewerberpreise und Ihre Preise werden einschließlich Versandkosten verglichen, der Preisvorschlag ist trotzdem der Artikelpreis, den Sie im Shop eintragen. Eine Wunschposition von 1 bis 5 erreicht der Shop Tracker durch Unterbieten um einen Cent und geht dabei nie unter Ihren Mindestpreis; liegt die Wunschposition darunter, nimmt er die nächste Position darüber. Die Wunschposition zählt unter allen gefundenen Angeboten, die nach Ihren Filtern übrig bleiben. Mit der Blacklist oder Whitelist schließen Sie einzelne Händler aus oder beschränken den Vergleich auf Ihre echten Wettbewerber, und Angebote, die nicht als sofort lieferbar gekennzeichnet sind, können Sie aus dem Vergleich nehmen. Mehr zur Preisoptimierung mit dem Shop Tracker
Zählt beim Preisvergleich der Artikelpreis oder der Gesamtpreis? Beide. Idealo sortiert zunächst nach dem Artikelpreis, der Käufer kann auf den Gesamtpreis mit Versand umschalten, und bezahlen muss er am Ende den Gesamtpreis. Für die Planung der eigenen Position braucht man deshalb beide Werte, auch wenn im Shop nur der Artikelpreis eingetragen wird.
Warum stehe ich auf Google Shopping an einer anderen Stelle als auf Idealo? Auf beiden Plattformen stehen unterschiedliche Händler, und Google bildet die Reihenfolge nicht allein nach dem Preis, sondern auch nach Relevanz, Anzeigengeboten und Datenqualität. Dieselbe Position auf beiden Plattformen ist deshalb die Ausnahme.
Muss ich auf Platz 1 stehen? Nein. Platz 2 oder 3 ist oft genauso sichtbar und erspart den Preiskampf um den ersten Platz. Entscheidend ist ein Mindestpreis, unter den die Strategie nie geht.
Wie berücksichtige ich unterschiedliche Versandkosten je Artikel? Indem Sie die Versandkosten je Artikel hinterlegen, nicht nur als Pauschale. Im Shop Tracker steht dafür in Ihrer Artikelliste die Spalte Versandkosten, für jeden Artikel einzeln.
Wie schnell sehe ich, wenn ein Mitbewerber seinen Preis ändert? Beim nächsten geplanten Abruf, in der Regel am nächsten Tag. Der Preisvorschlag wird nach jedem Abruf neu berechnet.
Fragen? +49-2196-97799-10
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